Prävention

Prävention Spielerschutz

Wenn Spielen problematische Ausmaße annimmt, ist die Selbstkontrolle des Betreffenden eingeschränkt. Die Wahlmöglichkeit, aufzustehen und nach Hause zu gehen, ist nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden. Menschen beschreiben diesen Zustand als Trance, Hypnose oder den Eintritt in eine „Zone“, die sogar Körperwahrnehmungen wie Schmerz, Müdigkeit und andere Bedürfnisse ausblendet (vgl. Dow-Schüll (2012). Addiction by Design, Princeton University Press). Ziel von Präventionsmaßnahmen beim Spiel muss sein, die Wahlmöglichkeiten wieder herzustellen. Wir sind die entscheidende Autorität in unserem Leben und verfügen über die Fähigkeit und Kompetenz,Entscheidungen zu treffen. So wie kein Mensch gezwungen ist, zu Suchtmitteln wie Alkohol,Drogen,oder Zigaretten zu greifen, ist auch Spielen ein Verhalten, das erlernt, verstärkt, begünstigt werden kann, aber genauso gut ist es möglich, aufzuhören.

Wenn Spielen exzessiv wird, ist dafür mit Sicherheit zunächst und vor allem eine Unterbrechung des Spielprozesses geboten. Darüber hinaus braucht ein Mensch, der die Kontrolle über das Spiel verloren hat, Hilfe und Unterstützung. Es muss individuell abgeklärt werden, wie die eigene Autonomie und Kompetenz wieder hergestellt werden kann.

Daraus ergeben sich zwei Grundpfeiler des Spielerschutzes:
1. Maßnahmen, die den Spielprozess betreffen.
2. Maßnahmen, die den Spieler betreffen.