Sozialkonzept

Allgemein

Wenn Spielen problematische Ausmaße annimmt, ist die Selbstkontrolle des Betreffenden eingeschränkt. Die Wahlmöglichkeit, aufzustehen und nach Hause zu gehen, ist nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden. Menschen beschreiben diesen Zustand als Trance, Hypnose oder den Eintritt in eine „Zone“, die sogar Körperwahrnehmungen wie Schmerz, Müdigkeit und andere Bedürfnisse ausblendet (vgl. Dow-Schüll (2012). Addiction by Design, Princeton University Press). Ziel von Präventionsmaßnahmen beim Spiel muss sein, die Wahlmöglichkeiten wiederherzustellen.

Wenn Spielen exzessiv wird, ist dafür mit Sicherheit zunächst und vor allem eine Unterbrechung des Spielprozesses geboten. Darüber hinaus braucht ein Mensch, der die Kontrolle über das Spiel verloren hat, Hilfe und Unterstützung. Es muss individuell abgeklärt werden, wie die eigene Autonomie und Kompetenz wiederhergestellt werden kann. Sozialkonzepte haben die Funktion, betriebliche Strukturen der Suchtprävention zu schaffen und eine evidenzbasierte Evaluation zu ermöglichen.

Sozialkonzepte beinhalten eine Selbstverpflichtung des Unternehmens zur Prävention von Glücksspielsucht. Sie definieren innerbetriebliche Zuständigkeiten von Servicemitarbeitern / -innen, Sozialkonzeptbeauftragten und anderen leitenden Angestellten sowie Unternehmensleitung. Sie definieren Kriterien für die Ansprache auffällig spielender Gäste, Kriterien für den Ausschluss vom Spiel, Handlungsanweisungen für den Umgang mit Hausverboten und Spielersperren, Verweise von problematisch spielenden Gästen an das Hilfesystem sowie niederschwellige Maßnahmen der Suchtprävention, wie z.B. Umsetzung von Einsatzlimits, Spielpausen, Spielverboten und Informationskonzepte im Sinne der Primärprävention. Weiterhin beinhalten Sozialkonzepte ein Formularwesen, das die Dokumentation von Maßnahmen der Suchtprävention in Bezug auf Spielgäste, und innerbetriebliche Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung im suchtpräventiven Bereich und der Qualitätssicherung ermöglicht.

Die Philosophie der origo GmbH im Bereich Sozialkonzept beinhaltet stets eine längerfristige Zusammenarbeit. Präventionsschulungen und Sozialkonzept erfolgen aus „einer Hand“. Dabei unterstützen wir Sie bei der Einführung und Umsetzung des Sozialkonzepts in Mitarbeiterschulungen, Schulungen und Vertiefungsworkshops für Sozialkonzeptbeauftragte und andere leitende Angestellte, und durch die Evaluierung und Fortschreibung des Sozialkonzepts, sowie der Aufbereitung der Berichtsdaten zum Sozialkonzept.